Sonntag, 27. September 2026

Bauprojekt IDF M38 A1 OREV PzAbwLFK TOW



Der Willys M38 ersetzte ab 1950 den Willys MB und den Ford GPW, die beide im Zweiten Weltkrieg verwendet worden waren. Bis 1952 wurden vom M38 über 60.000 Stück hergestellt. Anschließend wurde der M38 durch seinen Nachfolger, den Willys M38A1, ersetzt.

Dieses Fahrzeug ist ein Allzwecktransporter für Personen und Material, das speziell für Aufklärungs-, Führungs-, Verbindungs- und andere Spezialaufgaben entworfen wurde. Es ist ein Vierradfahrzeug mit Vierradantrieb, das „¼-ton 4 × 4 utility truck M38“ genannt wird. Der 4-Zylinder-Benzinmotor ist vorne, der Aufbau bietet Platz für vier Passagiere, ist offen und kann durch ein Planenverdeck mit Seitenteilen, das mit einem entsprechenden Metallgestänge aufgespannt wird, geschlossen werden. Das manuelle 3-Gang-Schaltgetriebe wird durch ein 2-Gang-Getriebe (Dana-18-Getriebe) ergänzt, das sowohl den Antrieb der Vorderachse zuschaltet als auch eine zusätzliche Untersetzung für schwieriges Gelände bietet. Die Windschutzscheibe kann nach vorne auf die Motorhaube abgeklappt werden, um eine niedrige Silhouette zu erreichen und das Schießen nach vorne zu ermöglichen. Das Ersatzrad ist an der Rückwand montiert und es ist eine Anhängerkupplung am Heck vorhanden. Dieses Fahrzeug ist für kurze Unterwassereinsätze konstruiert, was durch Abdichtung der elektrischen Anlage und ein Belüftungssystem, das mit dem Luftfilter verbunden ist, erreicht wird. Ein Rüstsatz ist erhältlich, der den Lufteinlass und das Auspuffrohr verlängert und so die Durchquerung von tieferen Gewässern Tiefwaten ermöglicht. Das gestattet den Einsatz des Fahrzeugs bei Gewässerdurchquerungs- und Landungsoperationen.

Das hier vorliegende Modell ist das TOW-PzAbwLFK-Trägerfahrzeug auf der Basis des M35A1 OREV der israelischen Armee. Es wurde in den 70er-Jahren für die IDF beschafft. OREV bedeutet auf Hebräisch "Rabe", so hießen die Spezialeinheiten für Panzerabwehr in Israel. Dieses Fahrzeug kam so auch im Yom-Kippur-Krieg zum Einsatz.



Der Bau



















Freitag, 11. September 2026

Bauprojekt US Marines ACV-P Amphibious Combat Vehicle



Der Amphibious Combat Vehicle ACV-P ist die Variante des ACV für den Personentransport. Es hat eine Besatzung von drei Personen und kann eine Gruppe von dreizehn Marines sowie zwei Tage Kampfausrüstung und Vorräte transportieren. Der ACV-P ist mit der M153 Protector Remote Weapon Station (RWS) ausgestattet, die entweder mit dem M2 .50 Kaliber Maschinengewehr ausgestattet werden kann, das mit 400 Schuss abfeuern kann, oder mit einem Mk-19 Granatwerfer, der mit 96 Schuss abfeuern kann. Die M153 ist eine stabilisierte Lafette, die eine Sensorsuite und Feuerleitsoftware enthält. Es ermöglicht die Zielerfassung in Bewegung und die Angriffsbekämpfung von Zielen im ersten Schuss. Der M153 kann bei Tag und Nacht Ziele angreifen; der Sensorenansatz umfasst eine Tagvideokamera, eine Wärmebildkamera und einen Laserentfernungsmesser. Der ACV-P hat ein genehmigtes Beschaffungsziel von 390 Fahrzeugen.

Nach Herstellerangaben erreicht das Fahrzeug auf Straßen Geschwindigkeiten von mehr als 105 km/h. Im Wasser erfolgt der Antrieb über zwei Wasserstrahlaggregate, die Geschwindigkeiten von über sechs Knoten ermöglichen. Die Reichweite an Land liegt bei rund 523 Kilometern, wodurch das Fahrzeug nach der Landung auch längere Verlegungen ohne Unterstützung bewältigen kann.

Eine Besonderheit des ACV ist auch das H-Drive-System, das den Antrieb permanent auf alle acht Räder verteilt und sowohl an Land als auch in der Brandungszone für Traktion sorgen soll. Nach Angaben von BAE Systems kann das 32 Tonnen schwere und 9,2 Meter lange Fahrzeug Einsätze sind bis Seegangsstärke 3 absolvieren und brechende Brandung mit Wellen von bis zu rund 2,7 Metern durchfahren.

Ein wesentlicher Entwicklungsfokus lag auf dem Schutz der Besatzung. Der ACV verfügt über einen V-förmigen Fahrzeugboden, der die Auswirkungen von Minenexplosionen und improvisierten Sprengsätzen reduzieren soll. Hinzu kommen moderne ballistische Schutzlösungen sowie energieabsorbierende Sitze, die Belastungen bei Explosionen verringern.

Mit dem Amphibious Combat Vehicle führt das U.S. Marine Corps schrittweise eine neue Generation amphibischer Gefechtsfahrzeuge ein. Im Vergleich zum jahrzehntealten AAV setzt die Plattform auf ein höheres Schutzniveau, eine moderne 8×8-Radkonstruktion und mehrere spezialisierte Varianten, die auf einer gemeinsamen technischen Basis aufbauen.









Der Bau







Dienstag, 1. September 2026

Bauprojekt US Marines LVT-4

 





Das Landing Vehicle Tracked (LVT - aus der weiteren Zusatzbezeichnung amphibious tractor entstanden die weitläufig bekannten Namen Amtrac) war ein kettenbetriebenes Amphibienfahrzeug, das hauptsächlich von der US Navy und dem US Marine Corps sowie in geringeren Stückzahlen auch von der US Army und den Alliierten während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt wurde. Die überwiegende Mehrheit dieser Schwimmpanzer wurde im Pazifikkrieg verwendet. Dort konnten sie über die unter Wasser befindlichen Korallenriffe fahren, die herkömmliche Boote gestoppt hätten. Auf dem europäischen Kriegsschauplatz wurde selten auf diese Fahrzeuge zurückgegriffen. Die LVTs wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges mehrmals umgerüstet und kamen auch während des Koreakrieges zum Einsatz. Die von 1942 bis 1945 laufende Produktion brachte insgesamt 18.621 dieser Fahrzeuge in den unterschiedlichsten Varianten hervor.

Die Amtracs wurden von Major General Roy S. Geiger, Befehlshaber des III. Amphibious Corps, während der Schlacht um Okinawa als „work horses of the Marine Corps“ („Arbeitspferde des Marine Corps“) bezeichnet. Lieutenant General Holland M. Smith formulierte die Bedeutung dieses Fahrzeuges 1949 folgendermaßen:

„Die Entwicklung des amphibischen Traktors, oder LVT, die Mitte der 1930er-Jahre begann, […] war einer der wichtigsten modernen technischen Beiträge zur Durchführung von Landungsoperationen. Ohne diese Landungsfahrzeuge wäre die amphibische Offensive im Pazifik unmöglich gewesen.“

Ab 1953 wurden sie durch die von Grund auf neu entwickelte LVT-5-Familie ersetzt. Die aktuell im Dienst befindliche 3. Generation, die auf dem Landing Vehicle Tracked beruht, ist das AAV7.

Der ausschließlich von der FMC konstruierte LVT-4 stellte eine Verbesserung des LVT-2 dar. Im Gegensatz zu diesem wurde der Motor hinter der Fahrerkabine installiert, wodurch der Frachtraum vergrößert und der Einbau einer dringlichst geforderten Heckrampe ermöglicht wurde. Die Laderampe wog samt den nötigen Verstärkungen des hinteren Rumpfes und der manuell bedienten Seilwinde zum Öffnen und Schließen der Rampe etwa 1,18 t. Dadurch sank die Fahrgeschwindigkeit des LVT-4 im Vergleich zu seinem Vorgänger auf festem Untergrund, während die Höchstgeschwindigkeit im Wasser annähernd gleich blieb. Trotz dieser zusätzlichen Belastung der Gesamtkonstruktion, die sich auf die gestiegene Gesamtmasse negativ niederschlug, konnte um bis zu 1,14 t mehr Ladegut transportiert werden. Der 2,4 × 3,8 m² (LVT-2: 2,4 × 3,3 m²) messende Frachtraumboden ermöglichte erstmals den Transport von kleinen Fahrzeugen wie des Willys Jeep und sogar einer 105-mm-Haubitze mit maximal erhöhter Mündung.

Zusätzlich konnten auf Kosten der Transportkapazität separate Panzerungen angebaut werden. So reduzierte sich die Nutzlast um bis zu 1,36 t, wenn die Panzerfront mit 13 mm und die beiden Seiten mit 6,4 mm starken Stahlplatten nachgerüstet wurden. Die Fahrerkabine besaß zwei Glasfenster und zwei Dachluken, die mit Periskopen versehen waren. Deren Panzerung wurde hauptsächlich durch 13 mm starke Panzerstahlplatten gewährleistet.


Der Bau